Wie verknüpfe ich verschiedene Smart Home Systeme unterschiedlicher Hersteller miteinander?

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vom 03.01.2019

Wie verknüpfe ich verschiedene Smart Home Systeme unterschiedlicher Hersteller miteinander?

Sie haben aktuell zwei gute Möglichkeiten dies zu tun: Conrad Connect und If This Then That (IFTTT). Es gibt noch weitere Alternativen, wie Stringify, Muzzley, Yonomi.

Allerdings bieten diese bisher eine geringere Bandbreite an unterstützten Systemen. Wer gerne was neues probiert, hat jedoch die freie Wahl. Es lassen sich im Übrigen auch Verbindungen zwischen den Diensten, also z.B. zwischen Conrad Connect und IFTTT herstellen.

Können Sie mir eine Empfehlung unter den beiden geben?

Bei Conrad Connect verknüpft man unterschiedliche Dienste in sogenannten Regeln. Dazu bietet Conrad Connect ein Webportal, in dem die Verknüpfungen angelegt werden können. Das Ganze ist ein Knotensystem, bei dem verschiedene Aktoren und Reaktoren verbunden werden können. In einem Dashboard sieht man wichtige Infos und Messwerte innerhalb von sogenannten Widgets (Kacheln).

In der kostenfreien Freemium Version können Nutzer maximal drei Projekte (also Verknüpfungen mit mehreren Geräten) aufsetzen, wovon jedes bis zu acht Sensoren und Aktoren verbinden kann. Für je 1,49 Euro mtl. kann man sich weitere Projekte oder SMS Pakete hinzubuchen.

Mittlerweile wird auch eine große Bandbreite an Geräten unterstützt. Dazu zählen zum Beispiel Amazon Echo, Google Home, Nest, Philips Hue oder Homematic IP. (Einige dieser Geräte finden Sie im Übrigen in unserem Shop – www.monstec.de)

Auch hier gibt es noch weitere smarte Funktionen: So kann man seine Sensoren mit anderen Nutzern teilen – z.B. den Neatmo Wettersensor. Bei bestimmten Werten erhält der Partner dann eine Email oder kann den Sensor gar verwenden als wäre es sein eigener. Wenn beispielsweise der Bewegungsmelder bei meiner Oma Nachts anspringt, bekomme ich eine Meldung.

Sie können die Geräte auch direkt vom eigenen Dashboard steuern. Dazu müssen Sie Action Buttons anlegen. Zu Conrad Connect geht’s hier: https://conradconnect.de/

IFTTT: Der Name “If this then that”, sagt es ja im Grunde: Man kann sogenannten Applets einsetzen, in denen man verschiedene Geräte miteinander verbindet. Beispielsweise habe ich ein Wandthermostat und ein Heizkörperthermostat von Tado im Einsatz. Sobald die Temperatur am Wandthermostat unter 22°C fällt, wird das Heizkörperthermostat aktiviert. Bei über 22.5 °C wird es ausgeschalten (Ich weiß, das geht auch ohne IFTTT, aber Spaß an der Technik 😉). IFTTT kann allerdings noch wesentlich mehr als das – So kann man sich beispielweise Emails schicken lassen, wenn es Zuhause anfängt zu Regnen oder Bluetooth am Smartphone ausschalten, sobald ein Gerät disconnected wird. Die Möglichkeiten und unterstützen Systeme sind also auch hier vielseitig. IFTTT ist kostenlos und als App nutzbar. Da sich die smarten Devices im Haus schnell mehren, ist IFTTT mein Favorit, da ich kein weiteres Abo in meinem Sortiment brauche.

Beachten Sie im Übrigen auch, dass diese Dienste, neben den eigenen Systemen, auch Ihre Daten speichern und verarbeiten werden.

Meine Empfehlung ist letztlich: Achten Sie ganz allgemein ab nun darauf, dass Ihre zukünftigen Smart Home Komponenten einen der oben genannten Services unterstützen, so dass Sie in Zukunft einfach Verknüpfungen zwischen verschiedenen Diensten herstellen können. Wenn Sie Ihr Smart Home gerne einfach, kostenlos per App steuern möchten, empfehle ich IFTTT. Wenn Sie lieber die Kontrolle am Desktop haben möchten und Sie finanzielle Verbindlichkeiten nicht stören, nehmen Sie Conrad Connect. This or That! In diesem Sinne einen schönen Tag.

Haben Sie vielen Dank! Ich bin gespannt und werde beides mal ausprobieren.

*Bitte beachten Sie, dass Links in diesem Chat Links zu Werbepartnern sein können

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